Ostseeinseln

Die Ostsee ist ein Binnenmeer und umfasst ein Gebiet von 413.000 Quadratmetern.
Die Ostsee hat neun Anrainerstaaten: Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Estland, Lettland, Litauen, Russland und Polen. Jedes dieser Länder hat unterschiedlich viele Inseln in der Ostsee.



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Darüber hinaus gibt es aber auch noch die Inselgruppe Aland. Aland ist eine autonome finnische Provinz und besteht aus rund 6500 Inseln. Jede dieser Inseln ist eine Ostseeinsel. 60 dieser Inseln sind bewohnt.

Die genaue Lage all dieser Ostseeinseln ist zwischen dem finnischen und schwedischen Festland am südlichen Ende des Bottnischen Meerbusens. Die autonome Provinz Aland hat eine eigene Flagge, eigene Briefmarken und ein eigenes Steuersystem. Die offizielle Sprache ist Schwedisch.

Wie viele Ostseeinseln gibt es?

Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Denn es gibt nicht nur Inseln, sondern auch sogenannte Eilande. Eiland bedeutet vom eigentlichen Wortsinn her „kleine Insel“.

Leichter ist schon die Frage zu beantworten, wie viele deutsche Ostseeinseln es gibt, nämlich sieben. Die Besonderheiten dieser Inseln stellen wir Ihnen jetzt vor.

Ostseeinsel Rügen

Rügen ist die größte deutsche Insel. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Ostseeinsel Rügen sind die Kreidefelsen. Der Maler Caspar David Friedrich hat sie auf einem seiner bekanntesten Gemälde verewigt.

Der Königsstuhl ist Teil des Nationalparks Jasmund, zu dem auch alte, naturbelassene Buchenwälder gehören. Seit 2011 sind die Buchenwälder im Nationalpark Jasmund Teil des UNESCO Weltnaturerbes.

Doch Rügen hat nicht nur eine wunderschöne Natur zu bieten, sondern auch herrliche Seebäder wie Binz, Saßnitz und Sellin, die dem Besucher die grandiose Seebäderarchitektur vor Augen führen.

Wer sich für einen Besuch von Sellin entscheidet, kann unter anderem die berühmte Seebrücke bewundern, die auch das Wahrzeichen der Stadt ist.

Das Brückenhaus von Sellin ist Ende der 1990er-Jahre wieder neu aufgebaut worden.

Dabei sind historische Vorbilder benutzt worden. Sehenswert sind auch eine ganze Reihe von Schlössern oder Herrenhäusern auf Rügen.



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Wie zum Beispiel das Jagdschloss Granitz oder die slawische Jaromarsburg. Naturliebhaber, die das Ungewöhnliche lieben, können den Baumwipfelpfad besuchen. Er befindet sich im Naturerbe-Zentrum.

Aber neben den ganzen Sehenswürdigkeiten sind die größten Attraktionen von Rügen natürlich die Sandstrände, die zum Faulenzen genauso einladen wie zum Wassersport

Ostseeinsel Fehmarn

Fehmarn ist die einzige Ostseeinsel in Ostholstein und die drittgrößte Insel, die wir in Deutschland haben. Die Anfahrt nach Fehmarn führt über die Fehmarnsundbrücke.

Die Brücke ist das Wahrzeichen der Ostseeinsel Fehmarn. Auf Fehmarn können Sie natürlich Sonne, Strand und Meer genießen. Fehmarn ist berühmt für den feinen Sand seiner Strände.

An Sehenswürdigkeiten hat Burg, die Hauptstadt der Ostseeinsel, neben dem Meereszentrum Fehmarn auch das Galileo Museum zu bieten.

Weitere Ausflugszielie auf Fehmarn sind die Leuchttürme. Die Ostseeinsel hat fünf davon zu bieten.

Der älteste Leuchtturm auf Fehmarn ist schon in Jahr 1872 erbaut worden.

Und für alle Jimi-Hendrix-Fans hat Fehmarn noch etwas ganz Besonders im Angebot:

Den Jimi-Hendrix-Gedenkstein. Der Gedenkstein steht an der Stelle, an der Hendrix im Jahr 1970 sein letztes Konzert gegeben hat.

Ostseeinsel Hiddensee

Hiddensee liegt westlich von Rügen und ist die größte Insel des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Hier finden Sie einen der wichtigsten Rastplätze von Kranichen in Deutschland.

In der Zeit von September bis Ende Oktober sind rund 50.000 dieser beeindruckenden Vögel auf ihrer Reise nach Süden und machen auf Hiddensee Halt.

Aber die Vögel rasten nicht nur auf Hiddensee, sondern auch auf den anderen Inseln des Nationalparks. Die Ostseeinsel Hiddensee ist autofrei und nur per Boot erreichbar.

Auf Hiddensee können Sie eine beeindruckende Landschaft aus Hochwäldern, Dünenlandschaften und Heidelandschaften bewundern.

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Wegen dieser grandiosen Landschaft war Hiddensee in den 20er Jahren auch bei Künstlern sehr beliebt. Berühmte Besucher der Ostseeinsel waren Thomas Mann, Joachim Ringelnatz, Gerhard Hauptmann und auch Albert Einstein.

Fans von Gerhard Hauptmann können in dem Dorf Kloster das ehemaligen Feriendomizil von Hauptmann besichtigen, in dem sich heute eine Gedenkstätte und ein Museum befinden.

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Ostseeinsel Usedom

Usedom punktet mit einer Reihe von Superlativen. Die Ostseeinsel hat den längsten Strand Deutschlands zu bieten, der stattliche 45 Kilometer lang ist.

Dann gibt es auf Usedom noch die längste Strandpromenade zu bewundern, die es in ganz Europa gibt. 8,5 Kilometer lang ist Usedoms Strandpromenade.

Den 3. Superlativ hat die Stadt Bansin zu bieten. Bansin ist nämlich das erste Seebad in Deutschland.

Überhaupt gibt es auf Usedom viele historische Gebäude zu bewundern. Besonders erwähnenswert sind die drei sogenannten Kaiserbäder Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf.

Fans der Insel behaupten darüber hinaus, dass die Ostseeinsel Usedom der Hotspot in Deutschland ist, an dem die Sonne am häufigsten scheint.

Eine weitere Besonderheit von Usedom ist, dass ein kleiner Teil der Ostseeinsel zu Polen gehört.

Wer nicht nur den Strand, das Meer und die Sonne genießen will, der kann die größte Schmetterlingsfarm Europas besichtigen oder den Tropenzoo in Bansin.

Technikbegeisterte können einen Ausflug zu dem Museums-U-Boot in Peenemünde machen oder sich im Historisch-Technischen Museum von Peenemünde umsehen. An dieser Stelle hat sich einst das größte europäische militärische Forschungszentrum befunden.

Im Museum wird die Geschichte des Ortes erklärt und aufgearbeitet. Hier haben bis zu 12.000 Menschen in den Jahren 1936 bis 1945 gearbeitet. Auch die Entstehung und Nutzung der hier hergestellten Waffen wird im Museum erklärt.

Ostseeinsel Poel

Poel gehört zu Mecklenburg-Vorpommern und liegt an der Küste gegenüber der Stadt Wismar. Die Ostseeinsel ist durch einen Damm mit dem Festland verbunden und hat eine Größe von etwa 36 Quadratkilometern.

Im Gegensatz zu ihren großen „Schwestern“ Rügen oder Fehmarn ist Poel nicht so bekannt. Aber auch auf Poel können Sie wunderbar Urlaub machen.

Besonders geeignet ist ein Besuch der Ostseeinsel für Wassersportler. Windsurfen, Kiten, Segeln – alles ist möglich.

Und für Familien mit kleinen Kindern gibt es noch das besondere Plus, dass das Wasser an den 11 Kilometer langen Sandständen von Poel meist sehr flach ist.

Auf Poel leben relativ wenig Menschen, im Schnitt nur 2700.

Wer also Ruhe und Erholung sucht, ist auf dieser Ostseeinsel genau richtig.

Und jeder Besucher von Poel sollte sich die Delikatesse der Insel nicht entgehen lassen: die Poeler Krabben.

Dafür ist aber ein Besuch im Frühsommer nötig, denn nur dann gibt es die leckeren Krabben. Wer nicht nur das entspannte Inselleben genießen will, der kann Wismar, Rostock und Lübeck schnell und bequem von Poel aus erreichen.

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Ostseeinsel Ummanz

Ummanz wird oft die „kleine Schwester von Rügen“ genannt. Wem auf Rügen zu viel los ist, der sollte seinen Urlaub lieber hier verbringen. Hier gibt es eine grandiose Natur zu bewundern, denn auch die Ostseeinsel Ummanz gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Viele Zugvögel machen auf ihrem Weg nach Süden Station auf Ummanz und es gibt für Besucher der Insel nicht nur die Möglichkeit, lange Spaziergänge zu unternehmen. Sie können auch ausreiten.

Was es auf Ummanz nicht gibt, sind Strandpromenaden, große Hotels und geschäftiges Treiben. Wer das sucht, kann Rügen schnell und unkompliziert erreichen. Denn seit 1991 ist eine 250 Meter lange Brücke die Verbindung zwischen Ummanz und Rügen.

Ostseeinsel Vilm

Die Ostseeinsel Vilm können Sie nur im Rahmen einer geführten Tour besuchen.
Denn Vilm ist ein reines Naturschutzgebiet. Dass die kleine Insel einen Sonderstatus hat, ist nicht neu. Zu DDR-Zeiten ist Vilm ab dem Jahr 1959 für Privatpersonen gesperrt worden.

Sie ist sogar von der Landkarte verschwunden. Denn auf Vilm haben nicht nur Walter Ulbricht und die beiden Honeckers Ihre Urlaube verbracht. Auch der Ministerrat der DDR hat hier Urlaub gemacht – und das sollte natürlich niemand wissen.

Denn Vilm ist schon seit 1935 als Naturschutzgebiet ausgewiesen worden. Nach der Wiedervereinigung hat das Bundesamt für Naturschutz auf Vilm eine Akademie eingerichtet.

Auf Vilm gibt es zahlreiche alte Bäume und eine dichte Vegetation. 400 verschiedene Pflanzen – und Farnarten sind auf der Insel gezählt worden und hundert verschiedene Moos- und Flechtenarten.

Doch es lohnt sich nicht nur, auf den deutschen Ostseeinseln Urlaub zu machen, auch die dänischen Ostseeinseln sind durchaus einen Besuch wert.

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